VR-Headset im Format einer Brille
Mit den Meta VR Glasses will Meta Virtual Reality vom Helm befreien. Die Brille, vorgestellt am 23. September 2026 auf der Meta Connect, wiegt rund 100 Gramm – etwa ein Fünftel einer Meta Quest 3 – und kommt ohne Kopfband aus. Möglich macht das die Zweiteilung: Prozessor, Speicher und Akku stecken in einem Puck, den man in die Tasche steckt oder an die Kleidung klemmt. Ein dünnes Kabel versorgt die Brille mit Strom und Bild.
Hinter Pancake-Linsen sitzen zwei Micro-OLED-Displays mit 2.412 × 2.288 Pixeln pro Auge, 120 Hz und HDR – Meta nennt das „5K Infinite Display“. Die Brille ist das erste VR-Gerät mit IMAX-Enhanced-Zertifizierung, unterstützt Dolby Vision und trägt Dolby-Atmos-Raumklang direkt im Rahmen. Gesteuert wird mit Blick, Handgesten und Sprache über Meta AI; Controller sind optional.
Die Seiten bleiben offen: Links, rechts und unten sieht man die echte Umgebung, farbiges Passthrough holt sie bei Bedarf ins Bild. Die Brille läuft mit demselben Betriebssystem wie die Quest 3 und spielt deren Inhalte ab. Für Videocalls zeigt Meta hier zum ersten Mal „Hologram“: einen fotorealistischen Avatar, der die Mimik in Echtzeit überträgt – etwa in WhatsApp und Zoom.
Einsatzbereiche
Senkt die Hemmschwelle: Eine Brille mit 100 Gramm setzt man eher auf als ein Headset – ohne Kopfband, ohne zerdrückte Frisur und ohne sich ganz vom Raum abzuschotten.
Mehrere virtuelle Bildschirme, dazu Tastatur und Touchpad auf jeder Tischfläche: Zeigt, wie ein privater Arbeitsplatz in Zug, Hotel oder Lounge aussehen kann – verbunden mit Windows-PC oder Mac, ohne dass jemand mitliest.
Wo ein schweres Headset nach einer Weile drückt, bleibt die Brille auf: Mit rund 100 Gramm werden VR-Trainings möglich, die länger dauern als eine Übungseinheit – etwa Sicherheitsunterweisungen oder Prozessschulungen.