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Fünf Humanoide, ein Tag: Was Roboter heute wirklich können

26. August 2026 · Von Nick Sohnemann

Fünf humanoide Roboter nebeneinander aufgestellt

Humanoide Roboter kennt inzwischen jeder. Die meisten kennen sie allerdings nur aus Videos. Und ein Video zeigt immer den Take, der geklappt hat, nicht die neun davor.

Wer im Unternehmen entscheiden soll, ob Humanoide in der eigenen Fertigung oder Intralogistik eine Rolle spielen, kommt mit YouTube-Clips und Herstellerfolien nicht weit. Die Frage ist ja nicht, was die Technologie grundsätzlich kann. Die Frage ist, was sie in deiner Halle kann, mit deinen Teilen, an deinen Anlagen.

Dafür haben wir den Humanoid Robotics Concept Day entwickelt. Wir bringen fünf aktuelle humanoide Systeme zu dir vor Ort und lassen sie die Aufgaben durchspielen, die bei dir tatsächlich anfallen. Welche das sind, stimmen wir vorher gemeinsam ab: Kommissionieren und Transport in der Logistik, Bedienen von Maschinen und Stationen in der Fertigung, Feinhandling im Labor, Wahrnehmung und Sprachsteuerung im Service. Anschließend übersetzen wir die Erkenntnisse in einem Workshop in konkrete Anwendungsfälle für dein Unternehmen. Einen Tag lang kann dein Team die Technologie anfassen, testen und einordnen.

Fünf Systeme, bewusst unterschiedlich ausgewählt

Das Lineup deckt die vier Achsen ab, an denen sich Humanoide heute unterscheiden: Traglast, Präzision, Mobilität und Fortbewegungsprinzip.

Der Walker S2 von UBTECH ist mit 1,76 Metern das Industriesystem im Set. Er steht bereits in echten Werken, sortiert Teile, setzt Trays um und montiert, bei einer Arbeitshöhe von 0 bis 1,8 Metern und bis zu 15 Kilogramm Traglast. Seinen Akku wechselt er selbstständig in unter drei Minuten.

Der humanoide Roboter Walker S2 von UBTECH im Testaufbau
Der Walker S2 von UBTECH, hier in der Sicherungsvorrichtung im Testbetrieb. 1,76 Meter groß, bis 15 Kilogramm Traglast.

Der Atom von Dobot Robotics ist der Feinmotoriker im Lineup. Er arbeitet mit Sub-Millimeter-Präzision, trägt fünf Kilogramm je Arm und eignet sich für Flaschen, Kleinteile und empfindliche Behälter. Neue Griffe lernt er, indem ein Mensch sie ihm vormacht. Dafür ist er langsam unterwegs und für Mobilitätsaufgaben nicht der richtige Kandidat.

Der humanoide Roboter Atom von Dobot Robotics am Regal
Der Atom von Dobot Robotics beim Kommissionieren am Regal. Sub-Millimeter-Präzision, fünf Kilogramm je Arm.
Erkennen, greifen, sortieren: der Atom im Test an Flaschen und Kleinteilen.

Der G1 EDU von Unitree Robotics ist mit 1,32 Metern das kleinste System im Set und zugleich das schnellste. Er läuft zwei Meter pro Sekunde, sortiert, kommissioniert und bedient Stationen. Weil er niedrig gebaut ist, sollte man die Höhe der Bedienpanels vorab messen.

Der humanoide Roboter G1 EDU von Unitree Robotics greift über einen Tisch
Der G1 EDU von Unitree Robotics beim Sortieren am Tisch. Mit 1,32 Metern das kleinste System im Lineup, mit zwei Metern pro Sekunde das schnellste.

Der A2 von AgiBot deckt das breiteste Aufgabenfeld ab, von Kisten über Scannen und Sortieren bis zum Bedienen von Maschinen. Er navigiert autonom und ist im Test 106 Kilometer am Stück gelaufen. Und der Cruzr S2 von UBTECH hat dieselben Hände und dieselbe Sensorik wie der Walker S2, steht aber auf Rädern statt auf Beinen. Damit lässt sich am selben Tag und an denselben Aufgaben vergleichen, was das Fortbewegungsprinzip in der Praxis ausmacht. Der Cruzr hält rund sechs Stunden durch, kommt dafür weder über Treppen noch über unebenen Boden.

Räder statt Beine: der Cruzr S2 auf dem Weg durch die Halle. Rund 150 Kilogramm, etwa sechs Stunden Laufzeit.

Die interessanteste Erkenntnis ist meistens die Grenze

Eine Live-Demo ist dann etwas wert, wenn sie auch die Fälle zeigt, die nicht funktionieren. Deshalb fahren wir bewusst an die Kante. Ein Beispiel, das sich in fast jedem Concept Day wiederholt: Bis fünf Kilogramm greifen, sortieren und transportieren alle fünf Systeme zuverlässig. Beim Sprung auf zehn bis zwölf Kilogramm trennt sich das Feld. In vielen Betrieben liegt genau dort das übliche Kartongewicht. Wer das an einem Vormittag mit den eigenen Kisten gesehen hat, diskutiert danach anders über Investitionen und Zeithorizonte.

„Die meisten Unternehmen reden über humanoide Roboter, als wäre das eine Frage für 2035. Wir stellen fünf davon in eine Halle, und nach zwei Stunden redet niemand mehr über 2035, sondern über den eigenen Kommissionierbereich.“

Nick Sohnemann, Gründer und Managing Director von FUTURE CANDY

Nick Sohnemann neben dem humanoiden Roboter Walker S2
Größenvergleich mit dem Walker S2. Wie ein System im Raum wirkt, lässt sich auf keiner Folie beurteilen.

Dazu kommen die Fragen, die auf keiner Herstellerfolie stehen. Wie hoch sind die Bedienpanels, und kommt ein 1,32 Meter großes System überhaupt heran? Trägt der Hallenboden einen Roboter mit rund 150 Kilogramm? Wie lange dauert das Anlernen einer neuen Aufgabe wirklich? Wir bringen zwei bis drei Robotics-Spezialisten mit und zwei Entwickler unseres Partners Terra Robotics, die die Roboter vor Ort programmieren und auf deine Anlagen, Taster und Schnittstellen vorbereiten.

Die Hand eines humanoiden Roboters von UBTECH in einer Menschenhand
Greifkraft, Fingerzahl und Taktilität entscheiden darüber, welcher Use Case realistisch ist und welcher nicht.

Vom Sehen zum Anwenden

Die Demo ist die eine Hälfte des Tages, der Scoping- und Strategy-Workshop die andere. Dort verdichten wir mit maximal zwölf Personen, was Demo und Testing gezeigt haben, und erarbeiten eine Longlist möglicher Anwendungsfälle aus Sicht deiner Prozesse. Anschließend bewerten wir jeden Fall nach Machbarkeit, Impact und Reifegrad und wählen gemeinsam die drei bis fünf zentralen Use Cases aus.

Beides passt an einen Tag. Wir empfehlen anderthalb Tage, weil dann zwischen Demo und Workshop Zeit für die Diskussion bleibt. Erfahrungsgemäß entstehen dort die guten Ideen. Die Demo-Session wiederholen wir auf Wunsch bis zu dreimal, für mehrere Schichten oder größere Teams, mit 70 bis 100 Personen je Session.

Am Ende steht ein Arbeitsergebnis:

Der beste Zeitpunkt ist jetzt

Humanoide Robotik entwickelt sich derzeit in Quartalen, nicht in Jahren. Wer heute realistisch einschätzen kann, was die Systeme leisten und wo sie noch scheitern, trifft in zwei Jahren die besseren Entscheidungen. Und hat Prozesse, Sicherheitsfragen und Schnittstellen bis dahin durchdacht.

Humanoid Robotics Concept Day

Fünf Humanoide. Einen Tag. In deiner Halle.

Du willst wissen, wie ein Humanoid Robotics Concept Day in deinem Unternehmen aussehen könnte? Alle Details – Lineup, Use Cases, Ablauf und Leistungsumfang – stehen auf der Produktseite zum Concept Day. Oder schreib uns kurz: In einem 20-Minuten-Call klären wir, welche Use Cases sich für euch lohnen.

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