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GREEN TECH II – CELEBRATE CHANGE!

von Stephanie Janszen, 18 Jul 2022

Nach dem Green Tech Festival ist vor dem nächsten Viva Tech. Die Nachhaltigkeitsevents bereiten jährlich die große Bühne für maßgebliche Zukunftstechnologien und einen inspirierenden Ideenaustausch. Aber danach geht es ins Making. Mit Hilfe von Green Tech haben wir die Chance, einen nachhaltigen Wandel nicht nur anzupreisen, sondern langfristig umzusetzen. Die Impulse aus Berlin und Paris nehmen wir auf und stellen euch die Tech News vor.

Im ersten Teil haben wir den Fokus auf erneuerbare Energien und ressourcenschonende Technologien gelegt. Von Hydro Intelligence über Vertical Farming und neue Lebensräume außerhalb unseres Planeten bis zu neuen Tech Startups im Bereich erneuerbare Energien reichte die Vorstellung. Nun geht es weiter im erneuerbaren Kanon – Recycling, Upcycling und Kreislauflösungen.

In Teil II steht die Circular Economy im Mittelpunkt. Was passiert mit all den genutzten Ressourcen, wie kann das Cradle-to-Cradle Prinzip unterstützt und leichter umgesetzt werden? Unser ökologischer Fußabdruck kann mit technologischer Unterstützung optimiert, der CO2-Ausstoß deutlich reduziert werden. Entsprechend positionieren sich die neuen Unternehmen im Markt.

Circular Economy – der Kreislauf für unsere Zukunft

Green Technology ist auf dem Weg von der Nische zum Big Player der Industrei. Nachhaltigkeit ist nicht länger eine Option. Umwelttechnologien unterstützen die
globalen Klimaziele. Wie wichtig die schnelle Transformation zu einem nachhaltigen Mindset ist, liegt auf der Hand. Cradle-to-Cradle – eine runde Sache, unterstützt von innovativen Technologien.

Die Aufnahmen der Plastikmüllberge in unseren Ozeanen und Flüssen oder die schockierenden Zahlen aus der Textilindustrie, bei der 40% aller hergestellten Textilien ungetragen vernichtet werden, sind hochgradig alarmierend. Wir produzieren 2 Milliarden Tonnen Abfall weltweit jährlich. Höchste Zeit für Wiederverwertung in aller Form.

Everwave – Cleanup Technologie für unsere Meere

Das Aachener Unternehmen Everwave sorgt mit seinen Cleanup -Technologien dafür, dass der Plastikmüll bereits in Flüssen abgefangen wird und nicht in die Weltmeere gelangt. Über Kameras und Sensoren an Müllsammelbooten, an Brücken oder mit Drohnen werden Bild- und Videomaterial des Plastikmülls im Flusswasser aufgenommen. Mittels KI-Methoden werden die Aufnahmen ausgewertet. Dafür zeichnet die Forschungsgruppe Marine Perception am Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz in Oldenburg verantwortlich. So startet der Meeresschutz bereits in unseren Flüssen. Aktive und passive Cleanup Technologien werden genutzt, um Müll effizient einzusammeln und zurück in einen nachhaltigen Kreislauf zu führen.

Upcycling: Vom Abfall zu neuem Rohstoff

Upcycling, also die Umwandlung von Abfällen in neue, brauchbare Materialien oder Produkte, steht immer mehr im Fokus. Innovative Unternehmen und Organisationen auf der ganzen Welt finden Wege, um bestehende Abfälle in alles Mögliche umzuwandeln, von Kraftstoff und Dünger bis hin zu Kleidung und Fahrrädern. Upcycling ist Teil der Kreislaufwirtschaft, also des nachhaltigen Wirtschaftmodells, bei dem es keinen „Abfall“ gibt – Abfall wird einfach zum Rohstoff für etwas Neues.
Verpackungsmüll belagert unsere Flüsse und Meere, aber aus diesem Abfall kann neues, nachhaltiges Verpackungsmaterial hergestellt werden. Das Startup Biopack aus Groningen ersetzt ölbasierte Harze durch einen nachhaltigen Thermoplast, der vollständig aus unsortierten Haushaltsabfällen, einschließlich aller organischen Stoffe, hergestellt wird. Das neue Material UBQ™ macht aus unseren Müllbergen, inklusive dem nicht-recyclebaren Plastik, neues Verpackungsmaterial. Eine Welt ohne Abfall ist das Credo des niederländischen Unternehmens, Wiederverwertung auf ganzer Linie das Ziel.

Auch die Textilwirtschaft muss dringend einen Richtungswechsel beginnen. Helfen kann dabei ein im Vereinigten Königreich ansässiges Startup, das mit seiner Polymer-Recycling-Technologie die Textil- und Modeindustrie verändern will. Worn Again ist es nach mehr als sechs Jahren intensiver Forschung und Entwicklung gelungen, ein chemisches Verfahren zur Trennung, Dekontaminierung und Extraktion von Polyesterpolymeren und Zellulose aus nicht wiederverwen

Extraktion von Polyesterpolymeren und Zellulose aus nicht wiederverwendbaren Textilien, sowie aus Plastikflaschen und -verpackungen zu entwickeln und diese in Rohstoffe umzuwandeln. Unterstützt wird das Unternehmen von Future Tech Lab und H&M Clothing Company. Der Übergang zu einer abfallfreien, kreislauforientierten Ressourcenwelt hat offenbar auch hier endlich begonnen.

Wir können bekanntlich alle dafür sorgen, dass Kreislaufwirtschaft schneller zur allgemeingültigen Realität wird. Privat und in unseren Unternehmen. In Hamburg hat sich mit Resourcify eine Plattform etabliert, die Unternehmen bei ihrer Abfallwirtschaft und auf ihrem Weg zur Nachhaltigkeit unterstützt. Ihre Mission: Eine Zero Waste-Zukunft ermöglichen, mit digitalen Tools und einem großen Netzwerk unabhängiger Recycler.

Viele neue Tech Startups sind als Upcycling Supporter nicht mehr von der Nachhaltigkeitskarte wegzudenken. Wir sind schon gespannt auf die nächsten Green Tech Lab News!

Schon gelesen? Hier geht es zu Teil I unserer GREEN TECH News



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